Abschiebungen

Jeder Mensch hat seine und ihre eigene Geschichte zu erzählen. Jeden Tag werden Menschen gegen ihren Willen abgeschoben und fast immer verlieren sie dabei Freunde, Familie und ihre Verbindungen in Deutschland. Ausländerbehörden können über Leben und Zukunft eines Menschen entscheiden.

Ablauf und Begründung für eine Abschiebung sind dabei vielfach unterschiedlich. Fast die Hälfte aller Abschiebungen erfolgt aufgrund der Dublin-Verordnung, welche die Zuständigkeit der europäischen Staaten für das Asylverfahren regelt. Ohne dass  dort irgendeine Perspektive geboten wäre, werden Flüchtlinge nach z.B. Malta, Italien und Ungarn abgeschoben – die Orte, wo sie Europa das erste mal betreten haben und wo ihnen Obdachlosigkeit und Elend bevorsteht.

Vor einer erzwungenen Abschiebung oder nachdem sie erfolgreich eine Abschiebung verhindert haben, werden viele Menschen für bis zu 18 Monate in Abschiebungshaft gesperrt. Wie Verbrecher wird ihnen die Freiheit genommen, um sicherzustellen, dass sie sich nicht der Abschiebung entziehen – ihr Verbrechen ist, dass sie vom Recht auf Bewegungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Dieses menschenverachtende Prozedere macht es besonders schwer sich gegen die eigene Abschiebung zu wehren und sich angemessene Beratung zu holen.

Textausschnitte von nodeportation.antira.info.

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